Gemeinschaft ist, was Gesellschaft bedeutet

Gemeinschaft ist, was Gesellschaft bedeutet

Die Antlas Gesellschaft ist eine mildtätige Organisation aus St. Pölten, die mit ihren Werten für gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt steht. Unter ihrem Dach vereint sie mehrere gemeinnützige Projekte. Wir wollen diese etwas genauer vorstellen.

Gemeinschaft ist, was Gesellschaft bedeutet

Nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben, sich trotz Differenzen offen begegnen, gemeinsam Herausforderungen meistern. Dieses Gefühl – Teil einer Gemeinschaft zu sein – ist was eine gute Gesellschaft ausmacht. Wenn nötig, bekommt in dieser Gesellschaft jede:r die Chance auf einen neuen Start. Vor allem wenn der Verlauf des Lebens holprig verlief, sollten wir die nötige Kraft entwickeln, um Integration zu meistern.

Für diesen sozialen Zusammenhalt, für (Wieder-)Aufnahme in die Gemeinschaft und für soziale Partizipation steht die Arbeit der mildtätigen Gesellschaft Antlas. Sie wurde in St. Pölten durch die Emmausgemeinschaft, sowie durch vier Privatpersonen gegründet und setzt sich seither für das Wohl unserer Gemeinschaft ein. Sie arbeitet nicht gewinnorientiert und ist partei-politisch unabhängig.

Unter der schützenden Hand der Gesellschaft befinden sich insgesamt fünf wohltätige Projekte, die wir uns heute etwas genauer ansehen wollen:

AFit und das Vormodul A-Fit ist eine Gruppenbetreuung und ein Ausbildungszentrum für Jugendliche und junge Erwachsene mit kognitiven und oder psychischen Beeinträchtigungen. Was wird geboten? Die Erreichung einer individuellen Ausbildungsfähigkeit mithilfe unterschiedlicher Module.

Die BeVe („Begleitete Verselbstständigung“) bietet jungen Menschen ab 16 Jahren ein Angebot für Teil- betreutes Wohnen in Einzelwohnungen.

Antlas hat außerdem eine Anlaufstelle für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Angehörige zur Suchtberatung gegründet: die JSB in St.Pölten.

In Hofstetten-Grünau ist der Antlashof zu einer Institution geworden. Der familiengeführte Bauernhof betreut seit Jahren psychisch erkrankte Menschen und bietet ihnen ein Zuhause. In der Gemeinschaft werden Alltag und Aufgaben am Hof geteilt.

Erwachsene mit psychischen Erkrankungen werden in der angeschlossenen Wohnassistenz (WASS) bei alltäglichen Aufgaben in ihrem eigenen Wohnraum begleitet. Durch die Einbindung in landwirtschaftliche Tätigkeiten, gewinnen Bewohner:innen nicht nur an Stabilität im Alltag, sie finden auch Kraft, um an nötigen Schritten für ein selbstbestimmtes Leben zu arbeiten.

© Antlas Ges.m.b.H

MASALA: Zusammenwachsen und füreinander da sein

Die Wohngemeinschaft MASALA schafft diese Gemeinschaft. Seit 2016 existiert das sozialpädagogische Projekt von Antlas in seiner jetzigen Form. In zwei Wohnungen finden 18 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren ein Zuhause. Ein Zuhause, das mit seiner stationären Versorgung das Wohl der Kinder sichert. MASALA fördert die Stärken aller Bewohner:innen und bietet einen geschützten Raum, um Schwächen zuzulassen. Die Erziehung der Kinder soll Selbstvertrauen stärken und ihnen den Mut geben, ihr Leben eines Tages selbst in die Hand zu nehmen. Das ist meist nach abgeschlossener Schulbildung der Fall. In der Regel wohnen die Jugendlichen dann bis zur Volljährigkeit in MASALA. Die Betreuung kann aber auch bis in das 22. Lebensjahr verlängert werden.

Im Leben Fuß fassen lernen

Manche der Heranwachsenden wohnen ein paar Monate, andere ein paar Jahre in der Gemeinschaft. Als oberstes Ziel steht das Wohl der Kinder und Jugendlichen. Sind die Rahmenbedingungen für eine Begleitung zurück in ihr familiäres Umfeld geschaffen worden, bezieht die sozialpädagogische Einrichtung verstärkt die Eltern mit in ihre Arbeit ein. Gestaltet sich das schwierig oder gibt es kein Umfeld, das eine ausreichende Stütze darstellt, wird die Begleitung bis ins junge Erwachsenenalter gewährleistet. 

In MASALA sind vielfältige kulturelle Hintergründe respektiert und gewünscht. Das macht die Gemeinschaft divers, aber auch komplex. Geschichten und Lebensrealitäten sind sehr unterschiedlich. Im Alltag entstehen deshalb durchaus herausfordernde Diskussionen und Situationen. Hinzu kommt, dass jedes Kind eine ganz eigene Persönlichkeit hat. 

Inklusion wird großgeschrieben

Die Erziehungsarbeit steht damit vor der täglichen Herausforderung, unterschiedliche individuelle Bedürfnisse in das Miteinander einzubinden. Grenzziehung, Routinen und geregelte Strukturen bieten Sicherheit. Vom Frühstück über den Weg zur Schule, bis zu Mittagessen, sowie Sport und Freizeit am Nachmittag: Die Organisation schafft einen geschützten und geregelten Alltag für die Kinder und Jugendlichen.

In der Entwicklungsarbeit von MASALA wird Integration und Inklusion gefördert. Junge Menschen werden auf ihrem Weg (zurück) ins Leben begleitet. Die gegenseitige Wertschätzung, das miteinander leben und versöhnen lernen, ist das, was unsere Gesellschaft in ihrem Ganzen ausmacht.

Alle Projekte der Antlas Gesellschaft sind spendenbegünstigte Einrichtungen. Möchtest du einen Beitrag zu ihrer Arbeit leisten?

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