Ein Baucamp kommt selten allein

Ein Baucamp kommt selten allein

Kennt ihr das wunderbare Gefühl mit einer Gruppe von gleichgesinnten Menschen solidarisch etwas Gutes zu tun und dafür die eigenen Hände und Verstand zu benutzen?

Ein Baucamp kommt selten allein

Dann seid ihr jetzt in diesem Moment hier genau richtig…
In diesem Beitrag geht es weniger um ein internationales Bauvorhaben, viel mehr möchten wir euch eine Organisation vorstellen, die durch ihre Arbeit, ihre Visionen und ihr unerschütterliches Engagement, definitiv verdient hat, mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Aber alles in Ruhe von Anfang an. Der Internationale Bauorden Österreich (IBO Austria) ist ein gemeinnütziger Verein. Als Teil des Netzwerks „Internationaler Bauorden“ arbeitet der IBO Austria eng mit seinen IBO-Partnerorganisation in vielen europäischen Ländern zusammen.

Am Anfang stand eine kleine Gruppe Studenten

Die Geschichte des Bauordens begann schon im Jahr 1953. Eine Gruppe Studenten baute damals in Tirol Häuser für Kriegsvertriebene wieder auf. Dieser erste Baueinsatz für den guten Zweck war der Startschuss für die Arbeit des Bauordens und gilt bis heute als wegweisend. Natürlich hat sich seit 1953 sehr viel verändert, der Kern der Arbeit des Vereins ist jedoch nach wie vor derselbe. Der Internationale Bauorden unterstützt ausschließlich Projekte mit sozialem Zweck und schafft dort ein Bildungssetting, das internationale Jugendarbeit und Handwerk verbindet. So werden neben dem aktiven Hilfe-leisten noch zahlreiche individuelle und gemeinsame Erfahrungen fürs Leben gesammelt.

Die Baucamps

Ein Baucamp ist ein gemeinnütziges und soziales Projekt, welches mit Bau- und Renovierungsarbeiten unterstützt. An diesen jeweils kurzen Einsätzen (zwei bis vier Wochen) nimmt meist eine kleine Gruppe zwischen sechs und zwölf Personen teil. Zusätzlich involviert sind eine technische Leitung und gegebenenfalls die Mitarbeitenden vor Ort. Die meisten freiwilligen Unterstützer*innen sind zwischen 18 und 28 Jahren, der älteste Teilnehmer im letzten Jahr war jedoch stolze 78 Jahre alt. Einmal mehr gilt die Devise: Gutes tun kennt keine Altersgrenze. Die Freiwilligen des IBO unterstützen zwischen Marokko und Armenien, zwischen Albanien und Estland Menschen am Rand der Gesellschaft und kooperieren mit Organisationen in diesem Bereich. Klassische IBO-Baucamps sind etwa die Renovierung von Schulen, Kindergärten, Jugendzentren, die Sanierung von Waisenhäusern oder das Aufbauen von Bildungs- und Begegnungszentren.

COVID19 und der neue Alltag

Durch die Covid-Pandemie wird auch die Arbeit des Bauordens immens erschwert. Welcher Aspekt der Arbeit am meisten darunter leidet? Der Faktor Internationalität. Zu Beginn der Covid-Pandemie waren die Projekte und Baucamps für den Sommer in Planung und bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, die Saison wird herausfordernd. Im Laufe der Zeit musste der Verein sehr viele seiner Projekte 2020 absagen, da diese international ausgerichtet und stets mit Reisen verbunden waren – nicht vereinbar mit den vielen unterschiedlichen Restriktionen vor Ort. Die Organisation entschied sich, nachhaltig Verantwortung zu übernehmen und das Risiko für die Freiwilligen und Projektpartner*innen zu minimieren.
Viele der Projekte, die dieses Jahr hätten stattfinden sollen, wurden nicht gänzlich abgesagt, sondern auf unbestimmte Zeit verschoben. Nicht zu vergessen ist nämlich: die Unterstützung in den Einsatzgebieten wird trotz allem dringend benötigt. Die Länder, in denen der IBO operativ tätig ist, wie beispielsweise Rumänien, besitzen ein sehr schlechtes bzw. gar kein soziales Auffangsystem für viele Menschen und Randgruppen. Der Verein ist sich seiner Verantwortung bewusst und hofft darauf, so schnell wie möglich wieder sicher in diese Länder zurückkehren zu können, um die Menschen und Organisationen vor Ort unterstützen zu können.

Regional ist nicht Nicht-Interkulturell

Der Internationale Bauorden fokussiert sich momentan auf Projekte im österreichischen Inland und in Nachbarländern. Die Grundprinzipien des IBOs „Interkulturalität und Internationalität“ sollen nun in Österreich aufgezeigt werden. Wie das geschehen soll? Durch spannende Projekte in Zusammenarbeit mit Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, beispielsweise Obdachlosigkeit und Fluchtbiografien. Das Ziel ist es die Diversität im eigenen Land für jeden einzelnen von uns spürbar(er) zu machen. Und: Uns alle einander näher zu bringen. Unser Verständnis füreinander zu stärken.
Neugierig geworden? Mehr Infos hier: https://www.bauorden.at/

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